Das sind die Absatzrenner in der Pandemie

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Bild: Sezeryadigar/iStock

Vor rund einem Jahr war die Verunsicherung groß, wie sich der Lockdown und die damit einhergehende Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit und Auftragsflaute auf den Versicherungsvertrieb auswirken würden. Jetzt zeigen Studien: Manche Produkte entwickelten sich zum Absatzrenner.

Vor einem Jahr hat Deutschland zugesperrt. Trotz aller Hilfsmaßnahmen war die Befürchtung groß, der Lockdown und die dadurch folgende Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit und Auftragsflaute könnte viele Menschen finanziell empfindlich treffen und darunter auch der Versicherungsvertrieb leiden.

Eine Umfrage des Finanzmagazins procontra zeigt jetzt, dass sich manche Versicherungsprodukte während der zurückliegenden Corona-Monate regelrecht zum Absatzrenner entwickelt haben. Das liegt offensichtlich auch daran, dass viele Menschen während des Homeoffice-Alltags Zeit hatten, sich über Ihre Absicherungssituation verstärkt Gedanken zu machen.

Und die kreisten vor allem um die eigene Gesundheit. So konnten fast 30 Prozent der befragten rund 700 Berater und Vermittler ihren Absatz mit BU- und Grundfähigkeitsversicherungen um zehn Prozent und mehr steigern. Stärker als vor der Pandemie wurden zudem Altersvorsorgeprodukte nachgefragt. Fast ein Viertel der Umfrageteilnehmer konnte hier den Absatz um zehn Prozent und mehr steigern.

Ein wenig überraschend schaffte es auch die Hausratversicherung in das Ranking der Absatzrenner. Aber das könnte auch daran liegen, dass viele Menschen im Homeoffice mehr Geld in das eigene Zuhause investiert und sich eine neue Hausratversicherung zugelegt haben. Immerhin fast ein Fünftel der befragten Vertriebsprofis berichtete in dieser Sparte über eine Steigerung des Neugeschäfts um mehr als zehn Prozent.

Weniger eine Folge der Pandemie, sondern vielleicht der Flutkatastrophe im Juli geschuldet, verzeichneten viele Vermittler auch eine deutliche Nachfrage nach Wohngebäudeversicherungen. Rund 24 Prozent der Umfrageteilnehmer nannten Absatzsteigerungen von mehr als zehn Prozent.