Lagarde drückt die Bauzinsen weiter

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Der Traum vom Eigenheim muss keiner bleiben: Zuletzt haben Banken die ohnehin niedrigen Zinsen für Immobilienkredite weiter gesenkt. Und die Entwicklung am Zinsmarkt zeigt weiter nach unten – dank der designierten EZB-Chefin Lagarde.

Die Entwicklung der Bauzinsen hängt eng mit der Entwicklung der Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe zusammen – und diese ist in Reaktion auf die Nominierung von Christine Lagarde als neue EZB-Chefin weiter gefallen.

Die Französin wird als Nachfolgerin von Mario Draghi auf dem Chefsessel der Europäischen Zentralbank (EZB) gehandelt. Die derzeitige Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) gilt als Vertreterin einer eher lockeren Zinspolitik. Das könnte bedeuten, dass sie in ihrer Amtszeit die Zinsen weiter senken wird.

Die Anleihenmärkte erwarten jedenfalls, dass Lagarde diesen Weg einschlagen wird. Entsprechend haben sich Investoren mit deutschen Staatsanleihen eingedeckt und so deren Kurs steigen lassen. Spiegelbildlich ist dabei die Rendite der Bonds gesunken. Mittlerweile liegt die Rendite der Bundesanleihen auf dem niedrigsten Niveau in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Gute Nachrichten für Häuslebauer: Die Zinsen für Immobilienkredite bleiben weiterhin niedrig. Bei den günstigsten Anbietern erhalten Eigentümer in spe einen Baukredit mit zehn Jahren Zinsbindung bereits für 0,6 Prozent effektiven Jahreszins. Kredite, die der Bauherr innerhalb der Zinsbindungsfrist komplett zurückzahlt, gibt es bei manchen Banken bei fünf Jahren Zinsbindung sogar schon ab 0,5 Prozent.