Corona-Krise macht Baugeld immer günstiger

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Während die Wirtschaft und das gesamte gesellschaftliche Leben durch das Corona-Virus in Mitleidenschaft gezogen wird, führt es für Häuslebauer zu niedrigen Bauzinsen. Diese könnten für einen längeren Zeitraum Bestand haben, glauben Experten.

Ja, es gibt sie noch, die positiven Nachrichten: Auch wenn sonst alles unter der Corona-Krise leidet, potenzielle Häuslebauer profitieren von der aktuellen Entwicklung. Die Unsicherheiten durch das Corona-Virus schlagen derzeit ordentlich auf die Finanzmärkte durch, was sich auch beim Baugeld bemerkbar macht.

Hypothekenzinsen orientieren sich stets auch an den allgemeinen Kapitalmarktzinsen, und diese sinken angesichts der weltweiten Lockerungsübungen der Notenbanken und der Flucht der Anleger in sichere Häfen dramatisch. So notierten Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit vor einigen Tagen mit einer rekordtiefen Jahresrendite von fast minus 0,9 Prozent.

Finanzierungsexperten sind sich angesichts der unabsehbaren Entwicklung daher einig, dass es auch mit den Bauzinsen durchaus noch weiter bergab gehen dürfte. So haben die Konditionen für Immobiliendarlehen um rund 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat nachgegeben und liegen derzeit wieder auf einem Allzeittief, informiert etwa der Baufinanzierer Interhyp.

Traumszenarien also für Häuslebauer und Finanzierer von Eigentumswohnungen. Unter Experten wird bereits diskutiert, wann es auch im Hypothekenbereich zu Minuszinsen kommt. Bei einigen Förderdarlehen der KfW kommt es durch die Einrechnung der Tilgungszuschüsse bereits zu negativen Effektivzinsen.