Den meisten Deutschen ist klar, dass die Rente im Alter nicht reichen wird. Statt sich jedoch erfolgversprechenden Strategien für die Altersvorsorge zuzuwenden, halten sie sich bei der Geldanlage lieber an das Sparbuch.

Wann sollte man mit dem Sparen anfangen?

Beim Sparen spielt der Faktor Zeit eine wesentliche Rolle. Je länger angespart und die verdienten Zinsen wieder angelegt werden, desto höher fällt am Ende der Sparbetrag aus. Dieser sogenannte Zinseszinseffekt beruht auf der Tatsache, dass wieder angelegte Zinsen die Anlagesumme erhöhen und darauf entsprechend mehr Zinsen erzielt werden, was wiederum den Anlagebetrag erhöht. Wichtigste Faktoren beim Zinseszins sind neben dem eigentlichen Zins der Sparbetrag und der Anlagezeitraum. Darauf weist die Aktion „Finanzwissen für alle“ der im BVI organisierten Fondsgesellschaften hin.

Vom Zinseszinseffekt profitieren

Der Zinseszinseffekt ist die Grundlage dafür, das Geld für sich arbeiten zu lassen. Ein Beispiel macht den Effekt verständlich: Zahlt der Anleger ab dem Alter von 20 Jahren monatlich 100 Euro in einen Aktienfonds ein, dann ist der Sparplan bei einer angenommenen durchschnittlichen Rendite von 5 Prozent pro Jahr nach 30 Jahren auf einen Betrag von 81.886 Euro angewachsen, wenn eventuelle Steuerbeträge und Ausgabeaufschläge nicht berücksichtigt werden. Insgesamt hatte er dann lediglich 36.000 Euro eingezahlt. Hätte er die in dem Zeitraum erhaltenen Zinsen nicht reinvestiert, sondern ausgegeben, dann würden ihm am Ende nur 63.075 Euro zur Verfügung stehen. Der Zinseszinseffekt macht in diesem Beispiel also einen Betrag von 18.811 Euro aus.

Der Anleger profitiert vom Zinseszinseffekt umso stärker, je länger der Anlagezeitraum ist: Hätte der Anleger den Sparplan erst im Alter von 30 Jahren begonnen, läge der Betrag nach 20 Jahren bei gleicher Rendite nur bei 40.754 Euro. Der Zinseszinseffekt wirkt umso stärker, je länger die Anlagedauer ist. Je früher der Anleger also anfängt zu sparen, desto besser.