Mieten erschweren die private Altersvorsorge

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Bild: Portraitor/Pixabay

Wirtschaft, Löhne, Preise und Mieten entwickeln sich regional unterschiedlich. Das wirkt sich auch auf die private Altersvorsorge aus, denn wem mehr von seinem Verdienten bleibt, kann sich ein höheres Vorsorgebudget leisten. Doch vor allem die Mietausgaben schmälern den Geldbeutel.

Im Corona-Jahr 2020 hat sich der Anstieg der Bestandsmieten in Deutschland leicht abgeschwächt. Das zeige eine Auswertung der örtlichen Mietspiegel, berichtete der Hamburger Immobilienspezialist F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH. So sind die für Millionen Bestandsmietverhältnisse so wichtigen Vergleichsmieten zwar um 1,7 Prozent gestiegen – allerdings waren das 0,1 Prozentpunkte weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die Auswertung zeigt aber auch, dass vor allem die Ballungsräume ein teures Mietpflaster bleiben. Selbst der Umzug ins Umland der Großstädte bringt keine Einsparungen – im Gegenteil: So ist Karlsfeld, rund 16 Kilometer vor den Toren Münchens, die Kommune mit dem deutschlandweit höchsten Niveau ortsüblicher Vergleichsmieten.

Neben den Großstädten Stuttgart (auf Platz 1) liegen auch die Vergleichsmieten in München, Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf und Köln erheblich über dem Bundesdurchschnitt von 7,11 Euro pro Quadratmeter. Hohe Mietkosten wirken sich jedoch gleich doppelt negativ auf die finanzielle Situation im Ruhestand aus.

Einerseits schmälern sie das aktuell zur Verfügung stehende Budget, woraus die private Altersvorsorge finanziert werden muss. Andererseits wird es im Rentenalter immer schwieriger, den gewohnten Lebensstandard zu halten, weil relativ viel Geld für die Miete draufgeht.

Wie stark die regional unterschiedlichen Lebenshaltungskosten das Vorsorgebudget belasten, zeigte schon eine Studie des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) von Ende 2020. So muss ein 40-jähriger Hamburger rund 5,8 Prozent seines Einkommens auf die hohe Kante legen, um im Ruhestand gut leben zu können. Es folgen die Bewohner von Stuttgart und München mit einer Belastungsquote von je 5,7 Prozent.

Um diese Doppelbelastung auf die eigene, finanzielle Ruhestandsplanung zu mindern, empfiehlt es sich, so früh wie möglich mit dem Vorsorgesparen zu beginnen – etwa mit attraktiven Fondssparplänen oder fondsgebundenen Vorsorgelösungen. Denn je länger fürs Alter etwas zurückgelegt wird, desto größer ist das angesparte Kapital im Rentenalter. Und je länger gespart wird, desto geringer sind die monatlichen Beträge, um ein festgelegtes Sparziel zu erreichen.

Umfangreiche Informationen und Vertriebsmaterialen zu Fondssparplänen oder fondsgebundenen Vorsorgelösungen finden Sie in der World of Finance unter Investments bzw. Versicherungen.