Altersvorsorge: Aktien und Fonds liegen bei Jugendlichen voll im Trend

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Bild: Simon Maage/Unsplash

Laut einer aktuellen Umfrage wissen 90 Prozent der jungen Menschen, dass sie privat vorsorgen müssen, um im Alter nicht arm zu sein. Das Sparverhalten hat sich allerdings in den vergangenen Jahren verändert. Voll im Trend bei der Generation Y liegen mittlerweile Aktien und Fonds.

Der Koalitionsvertrag der Bundesregierung sieht zur Stärkung der gesetzlichen Rente einen Einstieg in aktienbasierte Finanzierungsformen vor – kurz: die Aktienrente. Das trifft bei der jungen Generation auf offene Ohren. Wie aus einer repräsentativen Studie des Versorgungswerks MetallRente hervorgeht, glauben 88 Prozent befragten 17- bis 27-Jährigen, dass es eine gute Rente geben kann, wenn die Politik es wirklich will.

Doch so wirklich will sich die Generation Y nicht auf Berlin verlassen. 90 Prozent der Studienteilnehmer wissen, dass sie privat vorsorgen müssen, um später nicht arm zu sein. Dennoch legt nur die Hälfte der Befragten zumindest ab und zu Geld fürs Alter zurück. Nur 37 Prozent sparen regelmäßig. Doch dafür hat sich das Sparverhalten der jungen Erwachsenen in den vergangenen Jahren geändert.

Voll im Trend liegen mittlerweile Aktien und Fonds. Im Vergleich zur Umfrage im Jahr 2016 hat sich der Anteil der jungen Menschen, die in Sachwerte wie Aktien oder Fonds anlegen, von 16 auf 50 Prozent mehr als verdreifacht. Bei den Geschlechtern gibt es jedoch erhebliche Unterschiede. Während 62 Prozent der Männer auch mit Aktien und Fonds fürs Alter sparen, sind es bei den Frauen nur 34 Prozent. Doch dieser Wert hat sich seit der letzten Studie 2019 fast verdoppelt.

Der Trend hin zu rentierlichen Anlageformen wie Aktien und Fonds dürfte bei den Jugendlichen anhalten. Denn wie die aktuelle Umfrage auch zeigt, verlieren in der anhaltenden Niedrigzinsphase andere Sparformen wie Festgeld, Bausparverträge oder Riester-Rentenverträge zunehmend an Attraktivität.