Green Finance: Mehr Infos führen zu mehr Investments

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Bild: Nicholas Doherty/Unsplash

Die ökologische Transformation, um dem Klimawandel wirksam zu bekämpfen, braucht auch privates Kapital. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass Anleger verstärkt bereit sind, in nachhaltig ausgerichtete Fonds zu investieren, nachdem sie über nähere Informationen über diese Produkte erhalten haben.

Der Krieg in der Ukraine und die möglichen Sanktionen gegen Russland machen deutlich, wie abhängig die Wirtschaft noch immer von fossiler Energie ist. Daher hat die EU das ehrgeizige Ziel ausgegeben, den Anteil erneuerbarer Energien bis 2030 von 40 Prozent auf 45 Prozent zu erhöhen. Um das zu erreichen, will die Kommission unter anderem eine Solardachpflicht ab 2025 einführen, die Windkraft deutlich ausbauen und das Energiesparen fördern.

Damit diese große Transformation der Wirtschaft gelingt, braucht es nicht nur staatliche Milliardeninvestitionen, sondern auch privates Kapital. Der heimische Fondsmarkt ist dabei auf dem richtigen Weg. Laut Branchenverband BVI verwalteten Publikumsfonds mit Nachhaltigkeitsmerkmalen Ende März 563 Milliarden Euro. Das entspricht 40 Prozent aller in Publikumsfonds investierten Gelder.

Eine aktuelle, repräsentative Umfrage des Investmenthauses Union Investment unter Privatanlegern zeigt daher auch, dass den meisten Befragten (67 Prozent) Nachhaltigkeit bei der Geldanlage wichtig ist. Andererseits mangelt es laut Studie nach wie vor an der persönlichen Umsetzung. Nur zehn Prozent der Teilnehmer sind der Meinung, ihr eigenes finanzielles Engagement wird in Sachen ökologischer Transformation und Klimawandel etwas bewirken.

Bei der Förderung der Nachhaltigkeit sehen die Befragten vor allem Industrieunternehmen, die Politik und sich selbst als Verbraucher in der Pflicht. Nur die wenigsten bringen auch den Finanzsektor in Verbindung mit ökologischem Wandel. Die Ergebnisse der Befragung scheinen somit auf den ersten Blick nicht auf ein großes Potenzial nachhaltiger Geldanlagen im deutschen Markt hinzudeuten. Jedoch wandelt sich das Bild erheblich, nachdem die Befragten nähere Informationen zu nachhaltigen Finanzanlagen erhalten haben.

Auf dieser – informierten – Grundlage ist fast die Hälfte der Befragten der Ansicht, dass sich Finanzanlagen und Nachhaltigkeit gut verbinden lassen. Und 32 Prozent der informierten Befragten – ein Plus von 22 Prozentpunkten gegenüber dem ursprünglichen Anteil – geben nun an, dass sie bei der Auswahl von Finanzanlagen auf Nachhaltigkeit achten wollen. Von den Befragten sind sogar 41 Prozent zur Überzeugung gelangt, Nachhaltigkeit durch Kapitalanlagen fördern zu können.

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