Mehrheit der Deutschen ist offen für Aktienanlagen

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Bild: Joshua Mayo/Unsplash

Eine aktuelle Umfrage verdeutlicht erneut: Die Deutschen sind zwar von der Überlegenheit von Investments an den Kapitalmärkten überzeugt, dennoch herrscht großes Misstrauen, wenn es um langfristige Investments in Aktien oder Fonds geht. Hier scheint Aufklärung nötig.

Langfristig lohnen sich Investments an den Kapitalmärkten immer und mehr als andere Anlageformen. Das ist kein theoretischer Lehrsatz, sondern empirisch nachgewiesen. Allerdings muss man als Anleger zwischenzeitliche Kursrücksetzer auch aushalten können. Doch das alles ist vielen Menschen zu kompliziert, wie aus einer aktuellen, repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervorgeht.

Demnach glauben 54 Prozent der Männer, aber nur 37 Prozent der Frauen, dass sich Aktien für den Aufbau der Altersvorsorge eignen. Geschlechterübergreifend ist 39 Prozent die Geldanlage in Aktien zu riskant, 40 Prozent zu kompliziert.

Allerdings lehnt laut Umfrage nur rund ein Viertel der Befragten Geldanlagen in Aktien oder Aktienfonds für sich grundsätzlich ab, eine Mehrheit von 53 Prozent zeigt sich in dieser Hinsicht offen. Immerhin ist 57 Prozent der Deutschen bewusst, dass Aktienanlagen rentabler sind als Sparkonten oder festverzinsliche Papiere.

Hier zeige sich ein eklatanter Widersprich, so die Autoren der Studie. Die Mehrheit der Befragten erkenne zwar die Vorzüge von Investments an den Kapitalmärkten für den Aufbau der Altersvorsorge, doch 40 Prozent schreckten aus Furcht oder Unsicherheit davor zurück. Aufklärung erscheine daher dringend nötig.