Seit 3. Januar 2018 ist die MiFID II-Richtlinie in Kraft getreten und wird seither von WPHG-regulierten Instituten (Banken, Vermögensverwalter, Haftungsdächer etc.) umgesetzt. Die MiFID II regelt hierbei die Bereiche Interessenkonflikte, Kostentransparenz, Geeignetheitsprüfung und –erklärung, Zielmarkt, Zuwendungen und Aufzeichnungspflicht („Taping“).

Primäres Ziel der MiFID II ist es dabei, Anleger stets vollständig im Bilde zu halten, welche Art von Geschäft sie abschließen und welche Kosten mit dem Geschäft verbunden sind. In diesem Zusammenhang sind die Banken und Haftungsdächer seit 2019 erstmalig verpflichtet, allen Kunden über die Kosten von Geldanlagen im Jahr 2018 ex-post zu berichten.

Inhalte der ex-post-Kostenreportings

= Zusammenfassung der Kosten und Auswirkungen der Kosten auf die Rendite

  • Produktkosten (Kosten des Finanzinstruments: Management-, Transaktions-, und Performancekosten),
  • Dienstleistungskosten (z.B. Depotgebühren, Servicegebühren, Vermögensverwaltungsgebühren)
  • Gewährte Zuwendungen an Dritte (JDC-Eingangsprovision bestehende aus Ausgabeaufschlag und der laufenden Vermittlungsprovision)
  • Renditebetrachtung (Gesamtkosten bezogen auf die Anlage)

Geplante Versandtermine der der ex-post-Kostenreportings

Verwahrstelle Geplanter Versandtermin
Metzler Der Versand erfolgte bereits in der KW 6 2019
bank zweiplus April 2019, KW 16
ebase April 2019
FFB April 2019
Fondsdepot Bank April 2019, KW 16-17
DWS Mai 2019
DAB Ende Mai 2019
Augsburger Aktienbank Juli 2019 (wegen Einrichtung e-Postfach)
Moventum Juli 2019

Muster der geplanten ex-post-Kostenreportings der Verwahrstellen, soweit Sie uns vorliegen, finden Sie in der Anlage.

Unser Tipp: Nutzen Sie die Muster ex-post-Kostenreportings, um sich auf mögliche Kundenanfragen vorzubereiten.