Selten war die Arbeitsmarktlage in Deutschland so gut wie derzeit, allerdings werden niedrige Löhne und atypische Jobs von der Ausnahme immer mehr zum Regelfall. Damit wachsen die Sorgen um die finanzielle Zukunft. Aber nicht bei allen gleich.

70 Prozent der Deutschen zwischen 18 und 59 Jahren machen sich zunehmend Sorgen um ihre finanzielle Absicherung. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage vom Kölner Flossbach von Storch Research Institute und der GfK. Die Einzelergebnisse der Umfrage erstaunen nicht: Die größten Ängste in finanzieller Hinsicht haben Arbeiter und Angestellte mit rund 80 Prozent. Selbst Berufslose machen sich mit knapp über 60 Prozent weniger Sorgen. Besonders unbeschwert leben laut der Umfrage die Beamten – weniger als 30 Prozent von ihnen sorgt sich um die finanzielle Zukunft.

Bei der Art der Geldanlage unterscheiden sich Beamte und Selbständige kaum. Auf die Frage, wie sie 10.000 Euro für zehn Jahre anlegen würden, nannten 40 Prozent als Anlageziel Gold. Von allen Befragten würde sich immerhin rund ein Drittel für das Edelmetall als langfristiges Investment entscheiden.

Immerhin 29 Prozent aller Befragten würden die 10.000 Euro lieber auf dem Bankkonto parken. Damit fahren sie aber in zehn Jahren einen inflationsbedingten Verlust von 2.800 Euro ein, rechnen die Studienautoren vor. Denn mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 0,5 Prozent auf täglich fällige Einlagen und einer annualisierten Inflationsrate von 3,3 Prozent (bezogen auf den Anstieg der Vermögenspreise in den letzten zehn Jahren) frisst das Bankkonto mehr als jeden vierten Euro, der auf ihm liegt, selbst auf.

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