Jugendlichen macht man nichts vor, wenn es um den Abschluss neuer Handy-Verträge geht. Aber in Sachen Geld und Finanzen herrscht große Verunsicherung, zeigt eine aktuelle Umfrage. Für kompetente Berater und Vermittler ein großes Betätigungsfeld.

Laut Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag Kreditauskunftei Schufa gaben 26 Prozent der Befragten im Alter zwischen 16 und 25 Jahren an, sie hätten große Defizite beim Thema Finanzen. Zwei Drittel (66 Prozent) glauben, ein befriedigendes bis ausreichendes Finanzwissen zu haben, nur acht Prozent halten ihre Kenntnisse für gut bis sehr gut.

Forsa-Umfrage: Finanzkenntnisse der Befragten im Alter zwischen 16 und 25 Jahren

Allerdings nimmt die Unsicherheit im Umgang mit Finanzen mit zunehmender Komplexität zu. So sehen die meisten Befragten kein Problem bei der Eröffnung eines Girokontos. Gehe es aber zum Beispiel um die Aufnahme eines Kredits, halten sich nur 17 Prozent für gut oder sehr gut informiert. Beim Abschluss eines Vertrages zur Altersvorsorge sind es sogar nur 14 Prozent.

Die jungen Erwachsenen geben zwar zu drei Vierteln an, dass sie mit ihrem Geld gut auskommen, sehen aber klar ihre Defizite: Zwei Drittel wünschen sich „alltagsnahe Informationen“ über Finanzthemen. Immerhin: 42 Prozent der Befragten beschäftigen sich mit Geldanlagen, 37 Prozent mit Versicherungen.

Zwar wenden sich 82 Prozent der Befragten bei Fragen zu Finanzangelegenheiten an ihre Eltern. Doch die Forsa-Umfrage zeigt auch, dass mehr als ein Drittel der Elterngeneration ihre Finanzkompetenz lediglich mit ausreichend bis ungenügend bewertet. Bleicht noch das Internet als Informationsquelle.

Doch wie aus früheren Studien hervorgeht, reicht der online-affinen Jugend die reine Suche nach Finanz- oder Vorsorgeprodukten im Internet nicht aus. Sie suchen auch Orientierung. Rund drei Viertel der jungen Erwachsenen hätten sogar grundsätzlich gerne einen festen Berater für Finanzfragen. Hier tut sich also ein großes Betätigungsfeld für kompetente Berater und Vermittler auf.