Privat krankenversicherte haben laut einer Umfrage der Verbraucherzentrale Hamburg kaum noch Probleme, ihren Tarif zu wechseln. Allerdings weiß ein Drittel der Befragten nicht, dass sie das Recht haben, einen anderen Tarif zu wählen.

Der Versicherungsschutz in der privaten Krankenversicherung kann in einem bestimmten Rahmen individuell zusammengestellt werden. Wer hier etwas ändern will, etwa aus Kostengründen, kann seinen Anbieter wechseln. Bei einem neuen Versicherer wird aber die Versicherungsprämie nach Alter und Gesundheitszustand neu berechnet, was den Wechsel wirtschaftlich womöglich wenig sinnvoll erscheinen lässt. Alternative: Ein Wechsel in einen günstigeren Tarif beim bisherigen Versicherer.

Allerdings ist dieses Recht auf einen Tarifwechsel nicht jedem bewusst. 18 Prozent der Befragten denken, dass sie an den einmal gewählten Tarif gebunden sind. 14 Prozent machen keine Angabe oder geben an, dass sie es nicht wissen. Von den 82 Prozent der Befragten aber, die sich nicht an ihren Tarif gebunden sehen, haben 29 Prozent tatsächlich einmal einen Tarifwechsel in Erwägung gezogen.

Das Hauptmotiv der Tarifwechsler ist laut Umfrage die Ersparnis beim Beitrag, rund jeder Vierte strebt aber auch mehr Leistungen an. Konkret versucht haben einen Tarifwechsel vor allem Ältere, was die Verbraucherzentrale auf Beitragssteigerungen im Alter zurückführt.

Insgesamt sind die Befragten zufrieden mit ihrer privaten Krankenversicherung: So geben 90 Prozent an, mit ihrer Versicherung sehr zufrieden oder eher zufrieden zu sein. Allerdings wollen laut der Umfrage nur zwei von drei Befragten auch in Zukunft in der PKV bleiben. 28 Prozent würden es dagegen vorziehen, in der gesetzlichen Krankenversicherung, teils mit privaten Zusatzversicherungen, versichert zu sein.

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