Die Betriebsrente ist in Deutschland eine wichtige Säule der Altersversorgung. Gleich nach der gesetzlichen Rente liegt sie auf Platz zwei der Einkommensquellen im Alter. Dennoch hat in Deutschland nicht einmal die Hälfte der Arbeitnehmer eine bAV-Police.

Rund 57 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland haben bisher noch keine betriebliche Altersversorgung abgeschlossen. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov. Und das, obwohl mit der betrieblichen Altersversorgung Beschäftigte nicht nur für ihr Alter vorsorgen, sondern auch noch Steuern und Sozialabgaben sparen können.

Besonders auffällig: Laut Umfrage schließt nur jeder Dritte Beschäftigte mit einem monatlichen Haushaltseinkommen unter 2.000 Euro einen bAV-Vertrag ab, wohl angesichts des demografischen Wandels und eines steigenden Ungleichgewichts zwischen Beitragszahlern und Leistungsempfängern die gesetzlichen Rentenansprüche auf lange Sicht weiter sinken werden.

Die Umfrageergebnisse zeigen auch, dass viele Arbeitnehmer nur unzureichend informiert sind. So kannten zum Beispiel elf Prozent der Befragten die Möglichkeit der betrieblichen Altersversorgung nicht oder wussten nichts von ihrem Recht auf eine bAV.

Diese Unkenntnis sollten Sie als Berater und Vermittler für neue Kundengespräche nutzen. Denn Arbeitnehmer müssen sich bewusst werden, dass sie zumindest einen gesetzlichen Anspruch auf die Entgeltumwandlung haben und ihren Arbeitgeber darauf ansprechen.

Zumal es ab Januar 2019 eine weitere wichtige Veränderung für Mitarbeiter gibt, die eine neue Vereinbarung zur bAV abschließen: Sofern für die Betriebsrente die Entgeltumwandlung genutzt wird, muss der Arbeitgeber grundsätzlich einen Arbeitgeberzuschuss von 15 Prozent des umgewandelten Gehalts zusätzlich an die Versorgungseinrichtung abführen.