Laut einer aktuellen Untersuchung wollen immer weniger Menschen so lange arbeiten, wie es der Gesetzgeber vorsieht. Um sich den vorzeitigen Ruhestand leisten zu können, sollte man frühzeitig und „richtig“ privat vorsorgen, sonst droht die finanzielle Schieflage – wie jetzt bei der Verbraucherzentrale Bremen.

Während es bis zum Jahre 2011 ausreichend gewesen ist, das 65. Lebensjahr vollendet zu haben, wird seit 2012 das Eintrittsalter für die Regelaltersrente schrittweise heraufgesetzt. Wer beispielsweise in diesem Jahr 57 Jahre wird, also 1962 geboren ist, darf nach derzeitigem Stand erst zwischen September 2028 und August 2029 in Rente gehen.

Eine repräsentative Studie der Bergischen Universität Wuppertal zeigt aber nun, dass immer weniger Deutsche auf das gesetzliche Renteneintrittsalter warten wollen, bis sie den Ruhestand genießen können. Von den geburtenstarken Jahrgängen der sogenannten Babyboomer-Generation wolle nicht einmal jeder Zehnte bis zur regulären Altersgrenze arbeiten.

Laut Studie wollen 30 Prozent der Befragten schon mit 60 Jahren in Rente gehen. 26 Prozent ziehen einen Ausstieg aus dem Erwerbsleben mit 63 Jahren vor. Um die daraus resultierende Versorgungslücke zu schließen, sollte so früh wie möglich mit einer privaten Altersvorsorge begonnen zu werden.

Dass man dabei auch vieles falsch machen kann, zeigte jetzt die Verbraucherzentrale Bremen (VZ Bremen). Die Verbraucherschützer warnen aber nicht vor möglichen Fehlern bei der Vorsorgeplanung, sondern sind selbst in die Falle getappt – und mussten jetzt Insolvenz anmelden.

Laut Medienberichten seien Mitarbeiter der VZ Bremen vor einigen Jahren dem falschen Versorgungsanbieter zugeordnet worden, wodurch sie jetzt Anspruch auf mehr Geld haben als ihnen bei einer korrekten Eingruppierung zugestanden hätte. Die Bremer Verbraucherzentrale hätte wiederum nur Altersrückstellungen auf Basis der korrekten Eingruppierung gebildet und den Fehler über Jahre nicht bemerkt. Zur Höhe dieser Altlasten machten die Verbraucherschützer keine Angaben.

Eine kompetente Beratung bei der privaten Altersversorgung ist – wie der Fall Bremen zeigt – eine wichtige Voraussetzung dafür, dass der Ruhestand finanziell keine Sorgen macht. Im Beraterportal World of Finance finden Sie umfassende Produkte und Informationen zum Thema. Und denken Sie einmal darüber nach, wie es mit Ihrer eigenen privaten Altersvorsorge aussieht.