Aktienfonds werden wieder beliebter

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Die neueste Fondsstatistik des Branchenverbands BVI zeigt: Aktien- und Immobilienfonds finden bei den Anlegern wieder mehr Interesse. Rentenfonds verzeichnen dagegen kräftige Mittelabflüsse. Findet hier angesichts des anhaltenden Nullzinsszenarios tatsächlich ein Umdenken statt?

Den Fondsgesellschaften flossen laut BVI-Zahlen im ersten Quartal 2019 netto 24,5 Milliarden Euro frisches Anlagekapital zu. Die Treiber im Neugeschäft sind weiterhin offene Spezialfonds mit einem Plus von 23,8 Milliarden Euro. Offene Publikumsfonds verzeichneten per Saldo zwar Mittelabflüsse von 2,2 Milliarden Euro. Dennoch gibt es hier auch Gewinner.

Zu ihnen gehören vor allem die Offenen Immobilienfonds. Ihnen flossen netto rund drei Milliarden Euro zu. Vermehrten Zuspruch fanden auch Aktienfonds, die rund 1,4 Milliarden Euro neue Anlagegelder einsammelten. Die bislang so beliebten Mischfonds erzielten dagegen praktisch kein Neugeschäft. Und aus Rentenfonds zogen Anleger in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres rund 3,3 Milliarden Euro ab.

Kein Wunder: Mit Zinspapieren lässt sich schon lange kein Geld mehr verdienen. Anders mit Aktienfonds: Fast über alle Betrachtungszeiträume hinweg lassen sich mit Fonds, die in Dividendenpapiere investieren, die höchsten Renditen erzielen. Auch das zeigt die aktuelle Fonds-Statistik des BVI:

Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, konnten Anleger mit Aktienfonds in allen betrachteten Zeiträumen in den vergangenen 30 Jahren höhere Renditen erzielen als mit anderen Anlageklassen. Insbesondere in Deutschland und global anlegende Aktienfonds tun sich in diesem Zusammenhang besonders positiv hervor.