Hybridansatz in der Beratung gehört die Zukunft

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Für eine aktuelle Studie wurden die Entscheider deutscher Versicherungskonzerne zu ihren Zukunftserwartungen befragt. Einhelliger Tenor: Das Direktgeschäft über Online-Kanäle wird immer wichtiger, aber auf den klassischen Vermittler will auch niemand verzichten.

Das Marktforschungsunternehmen Sopra Steira Consulting hat für den Branchenkompass „Insurance 2019“ gemeinsam mit dem F.A.Z.-Institut 100 Führungskräfte aus Versicherungen zu den Branchentrend, Herausforderungen und Strategien befragt.

Durch Investitionen in Automatisierung, Digitalisierung und Kooperationen wollen sich die Versicherer sowohl Vorteile bei den Kosten als auch bei der Kundenzufriedenheit verschaffen. 61 Prozent der befragten Entscheider sagten aus, dass sie mit durchgehend digitalen Prozessen mehr direkte Onlineabschlüsse ermöglichen und die Schaden-Kosten-Quoten so massiv senken möchten.

Mit Blick auf die kommenden drei Geschäftsjahre sehen die befragten Versicherungsführungskräfte daher auch einen weiteren Rückgang der Vermittlerzahlen zugunsten des Direktgeschäfts über Onlinekanäle. Allerdings bleiben die Berater für viele Produkte wie komplexe Lebensversicherungen unverzichtbar, so ein weiteres Ergebnis.

Ein vor allem für freie Berater und Vermittler wichtiges Ergebnis der Studie: Die Vermittler würden bei der Anbahnung von Neugeschäft zukünftig aber deutlich stärker als bislang durch Technologien wie Künstliche Intelligenz unterstützt, so die Prognose. Als Vertriebsmodell der Zukunft erwarten drei Viertel der Befragten daher kein Ende der persönlichen Beratung, sondern einen Hybridansatz – so, wie es JDC mit ihrer „Advisortech“-Strategie bereits aktiv lebt: Technik für den Berater und nicht gegen ihn.