Trauerspiel Realrendite

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Die Deutsche Bundesbank hat untersucht, welche reale Rendite heimische Privatanleger seit 1996 mit ihrem Geldvermögen erwirtschaftet haben. Der Trend zeigt klar nach unten, doch es gibt attraktive Alternativen, wie der BVI zeigt.

Eine aktuelle Auswertung der Deutschen Bundesbank verdeutlicht, dass die um die Inflation bereinigte jährliche Rendite in den letzten Siebenjahreszeiträumen deutlich gesunken ist. Während die deutschen Privatanleger mit ihrem Geldvermögen in den Jahren 1996 bis 2003 eine jährliche Rendite von durchschnittlich 3,9 Prozent erwirtschafteten, sank sie in den darauffolgenden sieben Jahren auf im Schnitt 2,2 Prozent.

Seit 2010 hätten die privaten Haushalte mit ihrem Geldvermögen nur noch 1,5 Prozent realen Zuwachs pro Jahr erwirtschaften können, berichtet der BVI. Im ersten Quartal 2018 drehte die reale Rendite sogar erstmals ins Negative – Anleger verloren also an Kaufkraft.

Doch dieser Kaufkraftverlust lässt sich durchaus vermeiden, wie der Verband zeigt. So konnten Anleger in den letzten sieben Jahren mit Aktien und Investmentfonds durchschnittlich 9,7 Prozent beziehungsweise 4,1 Prozent im Jahr erzielen.“ Auch mit Anleihen und Versicherungen schnitten Privatanleger in diesem Zeitraum zumindest knapp im Plus ab. Mit Bargeld und Einlagen standen sie nach Abzug der Teuerungsrate dagegen auf der Verliererseite.

Reale Rendite deutscher Privatanleger in Deutschland