Cyber-Crime – es kann jeden treffen

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Die Internet-Kriminalität ist in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Je digitaler die Welt, umso mehr Möglichkeiten bieten sich auch Kriminellen. Vielen Unternehmen und Privatleuten ist das Risiko bewusst, sichern sich aber noch immer zu wenig dagegen ab. Hier ist Beratung bitter nötig.

Die Zahl der Cyber-Attacken ist 2018 um 1,3 Prozent auf rund 87.000 gestiegen, teilte das Bundeskriminalamt (BKA) jüngst bei der Veröffentlichung des Bundeslagebilds Cybercrime mit. Dabei handle es sich allerdings nur um die Angriffe, die der Polizei bekanntgeworden seien. Den dabei entstandenen Schaden beziffert das BKA auf rund 60 Millionen Euro.

Darüber hinaus gehen die Ermittler von einem Dunkelfeld aus, das um ein Vielfaches größer sein dürfte. Dies liege unter anderem daran, dass Erpressungen oder Virenfunde auf dem Computer oft nicht angezeigt oder Attacken schlicht nicht erkannt würden. Auch melden viele Unternehmen Straftaten häufig deshalb nicht, weil sie um ihren Ruf als sicherer und zuverlässiger Geschäftspartner fürchteten.

Allerdings besteht bei deutschen Unternehmen auch eine große Diskrepanz zwischen allgemeiner und individueller Risikowahrnehmung der Computerkriminalität, zeigen die Ergebnisse der KPMG-Studie zur Computerkriminalität „e-Crime in der deutschen Wirtschaft 2019. Zwar nehmen 92 Prozent der befragten Unternehmen allgemein ein hohes Risiko wahr. Allerdings sieht nur die Hälfte der Befragten diese Gefahr auch für das eigene Unternehmen.

Dabei können spezielle Versicherungen zumindest die Folgen von Cyber-Kriminalität lindern, die Unternehmen auch zunehmend nutzen, wie aus der KPMG-Studie hervorgeht. Während 2017 nur 55 Prozent der Befragten um die Existenz solcher Versicherungen wussten, sind es nun zwei Drittel. 27 Prozent dieser Unternehmen besitzen mittlerweile eine solche Versicherung und weitere 28 Prozent dieser Teilgruppe erwägen, eine Cyber-Versicherung abzuschließen.