Geplante Aktiensteuer: Anschlag auf die private Altersvorsorge

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Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat einen Gesetzentwurf für die Besteuerung von Finanzgeschäften vorgelegt. Das Urteil der Kapitalmarktexperten ist einhellig: In der jetzt geplanten Form verfehlt die Finanztransaktionssteuer das ursprüngliche Ziel und ist kontraproduktiv für die Altersvorsorge.

Zur Erinnerung: Nach der Finanzkrise 2008/2009 war sich die Politik einig, dass riskante Spekulationen an den Finanzmärkten, die zur Schieflage des gesamten Systems geführt haben, besteuert werden sollen. Niemals mehr sollen Banken mit Milliarden Steuergeldern gerettet werden müssen.

Doch der jetzt vorgelegte Entwurf geht an dem damaligen Problem komplett vorbei, denn er sieht vor, ab 2021 lediglich Aktienkäufe mit einer Steuer zu belegen. Riskante Anlageformen wie Derivate oder Termingeschäfte bleiben dabei verschont.

Mehr noch: Besteuert werden sollen nur Käufe von Aktien, wenn die Unternehmen mehr als eine Milliarde Euro Börsenwert haben. Und genau das sind oftmals sogenannte „Witwen- und Waisenpapiere“, die jeder ruhigen Gewissens für seine Altersvorsorge kaufen kann, weil hinter ihnen in der Regel Konzerne mit Tradition und Bonität stehen. Wer also langfristig in solide Aktien investiert, um damit sein Kapital sinnvoll und rentabel zu mehren oder privat fürs Alter vorzusorgen, wird bestraft.

Die aktuelle Diskussion um die Scholz-Pläne liefert für Sie als Berater aber auch gute Gründe, um Ihren Kunden die Vorzüge von Aktienfonds wieder einmal näherzubringen. Sollte die Steuer ab 2021 kommen, wird sie sicherlich nicht rückwirkend gelten, sodass sich jetzt ein Einstieg in die langfristig erwiesenermaßen rentabelste Anlageform Aktie und damit auch in Aktienfonds mehr den je lohnt.

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