Verbraucherzentralen empfehlen Aktienanlagen für die Altersvorsorge

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Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hält eine breit gestreute Aktienanlage als am besten geeignet für die private Altersvorsorge. Um diese Überzeugung zu untermauern, hat der VZBV beim Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung eine entsprechende Studie in Auftrag gegeben.

Eine breit gestreute Aktienanlage für die Altersvorsorge lohnt sich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV). Demnach würden Verbraucher selbst bei einem reinen Aktienportfolio in 93 von 100 Fällen mehr Vermögen erzielen als mit einer risikolosen Anlage wie in Bundesanleihen.

Das ZEW hat in seiner Studie vier unterschiedliche Portfolien und Einzahlungsverläufe simuliert. Erstens ein Aktienportfolio mit 100 Prozent Aktien, zweitens ein Aktienportfolio, bei dem der Anleger zwischen seinem 52. und 67. Lebensjahr den Aktienanteil schrittweise bis auf 55 Prozent reduziert. Drittens ein Mischportfolio aus 50 Prozent Aktien und 50 Prozent Anleihen und viertens das gleiche Mischportfolio, bei dem der Anleger zwischen seinem 52. und 67. Lebensjahr den Aktienanteil des Mischportfolios schrittweise von 50 Prozent auf 27,5 Prozent reduziert. In diese Portfolios investieren Anleger über einen Zeitraum von 45 Jahren vier Prozent eines durchschnittlichen Brutto-Monatseinkommens in Höhe von 3.880 Euro.

Die Ergebnisse der ZEW-Simulation sind eindeutig: Für das reine Aktienportfolio errechnet sich eine monatliche reale Rentenzahlung – also unter Berücksichtigung der Inflation – in Höhe von 2.400 Euro und für das Aktienportfolio mit allmählicher Aktienreduktion eine reale private Monatsrente von 1.870 Euro. Beim Mischportfolio mit fester Asset Allocation ergibt sich eine monatliche reale Rentenzahlung in Höhe von 1.420 Euro, beim Mischdepot mit schrittweiser Aktienreduktion eine private Monatsrente von 1.220 Euro.