Umfragen: So verändert die Corona-Krise das Maklergeschäft

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Bild: Erik Mclean/Unsplash

Das A und O einer erfolgreichen Maklertätigkeit ist der persönliche Kontakt zu den Kunden. Doch in Corona-Zeiten und Social Distancing hat dieses Erfolgsrezept seine Gültigkeit verloren. Wie verändert sich damit das Geschäft für Berater und Vermittler? Hier das Ergebnis zahlreicher Umfragen.

Fast zwei Monate bundesweiter Lockdown – das hat mittlerweile auch kräftige Auswirkungen auf den freien Finanz- und Versicherungsvertrieb. Laut einer Umfrage der Marktforschungsunternehmen Forschungsgruppe g/d/p sowie MRTK Marketing Research Team Kieseler spürt die überwiegende Mehrheit (76 Prozent) der Makler die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie – 41 Prozent der befragten Vermittler sprechen gar von gravierenden Auswirkungen auf ihr Geschäft.

Krisenfolgen abhängig vom Beratungsschwerpunkt

Allerdings hängen die Folgen der Pandemie laut Umfrage wesentlich davon ab, wie das Vertriebsmodell ausgerichtet ist. So sind Vermittler mit Schwerpunkt LV und KV am stärksten von der Krise betroffen. 88 Prozent von ihnen kämpfen mit deutlichen Einbußen. Makler, die ihren Schwerpunkt eher auf das Geschäft mit Sach- und Unfallversicherungen gelegt haben, spüren die Krise offenbar nicht ganz so häufig.

Diese Krisenanfälligkeit spiegelt sich auch in einer Umfrage des AfW Bundesverband Finanzdienstleistung unter seinen Mitgliedern wider. Danach werden von den Versicherungskunden derzeit vor allem Sachversicherungen nachgefragt, während das Thema Altersvorsorge kaum eine Rolle spielt.

Investmentkunden bleiben am Ball

Die AfW-Mitglieder mit Schwerpunkt Investment berichten dagegen – trotz Börsenturbulenzen – ungebrochenes Interesse an den Kapitalmärkten. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt die Umfrage des Finanzinformationsdienstleister Drescher & Cie: Gut 60 Prozent der Befragten erwarten, dass die Bereitschaft der Anleger in Aktien zu investieren unter der aktuellen Marktlage nicht leidet. Fast zwei Drittel der Teilnehmer attestiert seinen Kunden, inzwischen professioneller und besonnener zu handeln, als während früherer Marktturbulenzen.

In allen Umfragen zeigt sich aber das derzeit größte Problem für Berater und Vermittler: der fehlende Kundenkontakt. Laut AfW-Umfrage haben sich die Kundentermine im Schnitt um 45 Prozent reduziert. Das bedeutet aber auch, dass über die Hälfte der Kundentermine bereits auf Telefon oder Online-Tools umgestellt wurden.

Damit beschäftigen sich JDC Berater und Vermittler

Mit der zunehmenden Digitalisierung der Vermittlertätigkeit beschäftigen sich derzeit auch JDC Berater und Vermittler. So nutzen viele den – in Corona-Zeiten noch stärkeren – Trend zur Digitalisierung dazu, Ihren Kunden die JDC WebApp allesmeins zu empfehlen, Onlineveranstaltungen für Endkunden zu organisieren und ihre Kunden per Video zu beraten.

Etliche JDC Vertriebspartner erledigen in der Corona-Zeit aber auch Aufräumarbeiten: So werden Bestände, die noch bei anderen Anbindungen liegen, zu JDC übertragen, um so den gesamten Bestand im iCRM zu haben und so für alle Kunden die zahlreichen Vertriebstools wie etwa Vergleichsrechner oder Bestandsanalyse nutzen zu können.