Finanzaffine Senioren – eine interessante Zielgruppe

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Bild: Rainer Sturm/pixelio.de

Gut ein Viertel der Deutschen gehört mittlerweile der Generation 60+ an. Dieser wichtige Kundenkreis wird für Berater und Vermittler immer interessanter, denn die Senioren sind in Sachen Geld und Finanzen agiler und aufgeschlossener, als man denkt, so eine aktuelle Studie des Bankenverbands.

Entgegen mancher Klischees zeigt die Bankenstudie, dass die ältere Bevölkerung in Deutschland mehrheitlich ein beachtliches Interesse an Geld- und Finanzfragen hat. Drei von fünf Senioren (58 Prozent) macht es Spaß, sich um ihre Geldangelegenheiten zu kümmern, und ebenso viele sagen selbstbewusst, sich in Finanzfragen gut auszukennen. Damit sind Senioren nicht weniger affin, wenn es um Geld und Finanzen geht, als die jüngeren Erwerbsfähigen.

Genauso überraschend ist ein weiteres Ergebnis der Studie: Mit 46 Prozent nutzt inzwischen fast die Hälfte der über 60-Jährigen Online bzw. Mobile-Banking. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber der letzten Studie 2014, als lediglich ein Drittel der Senioren das von sich sagen konnte. Dabei ist offensichtlich, dass die Folgen der Corona-Pandemie den Wandel mit vorantreiben.

Das Informationsbedürfnis der Senioren drückt sich auch darin aus, dass fast zwei Drittel der Befragten angegeben haben, Finanzinformationen seien für Sie wichtig oder sogar sehr wichtig und sie bis zu 500 Euro im Monat sparen würden. Bei der Geldanlage stehen für die Senioren Sicherheit im Vordergrund steht. Zwölf Prozent der befragten Senioren achten bei ihren Anlagen zudem auf eine hohe Nachhaltigkeit und Sozialverträglichkeit, für neun Prozent stehen ein hoher Ertrag beziehungsweise Rendite im Vordergrund. Immerhin rund ein Viertel der Senioren besitzen lauf Bankenstudie Aktienfonds oder Aktien.

Fast die Hälfte der Senioren spart für den Notfall, ein Drittel, um sich nach einer gewissen Zeit etwas leisten zu können. Und immerhin 27 Prozent legen regelmäßig Geld für die eigenen Kinder und Enkelkinder zurück.