Mit Corona rückt private Altersvorsorge in den Vordergrund

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Bild: Pezibear/Pixabay

Dass privater Altersvorsorge wichtig ist, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Doch in Corona-Zeiten machen sich die Deutschen offenbar noch mehr Gedanken um ihr Auskommen im Alter. Umfragen zeigen aber, dass es nach wie vor erheblichen Beratungsbedarf gibt.

Fast die Hälfte der Deutschen macht sich unter dem Eindruck der anhaltenden Pandemie verstärkt Gedanken um ihre private Altersvorsorge, wie eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Yougov zeigt. Eine aktuelle Marktanalyse des Meinungsforschungsinstituts Kantar bestätigt dieses Bild.

Danach hat das Thema private Altersvorsorge bei 14 Prozent der Deutschen mit der Corona-Krise an Bedeutung gewonnen. Noch eindeutiger ist dieser Trend bei Geringverdienern. Rund 60 Prozent machen sich ohnehin schon länger ernsthafte Sorgen, im Ruhestand nicht mehr genug Geld zu haben. Bei rund 30 Prozent ist diese Angst mit der Corona-Krise deutliche gestiegen.

Wie die Kantar-Studie auch zeigt, ist die eigene Altersvorsorge – auch ohne Corona – für die Deutschen wichtig: So würden 52 Prozent sogar auf Konsumausgaben wie etwa Urlaub verzichten, um privat genug fürs Alter zurücklegen zu können. Ob sie dafür aber immer die richtige Vorsorgeform wählen, ist fraglich. Denn immerhin nannten 52 Prozent der Befragten das Sparbuch als beste Form der Altersvorsorge. Hier herrscht offensichtlich großer Beratungsbedarf – genau wie in Ostdeutschland.

So liegt der Anteil derjenigen, die glauben, sich eine private Altersvorsorge nicht leisten zu können, laut Yougov-Studie in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt bei 40 Prozent, in Sachsen und Thüringen sogar bei 41 Prozent. Dagegen sind in den alten Bundesländern nur rund 30 Prozent der Befragten der Meinung, zu wenig Geld für die private Vorsorge zu haben.