Noch große Lücken bei der BU-Versicherung

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Bild: Udo Kasper/pixelio.de

Eine BU-Versicherung ist eigentlich ein Muss, um im Fall der Fälle nicht in existenzielle Nöte zu geraten. Dennoch wird diese Absicherungsform noch nicht von allen Bevölkerungsschichten genutzt. Eine aktuelle Studie zeigt, wo Sie als Vermittler neue Kunden finden.

Wie viele Deutsche tatsächlich gegen eine Berufsunfähigkeit abgesichert sind und welche Bevölkerungsgruppen eher bereit sind, ihre Arbeitskraft abzusichern, zeigt eine repräsentative Studie der Gesellschaft für Integrierte Kommunikationsforschung (GIK).

Danach haben aktuell nur rund 20 Prozent der Deutschen eine BU-Versicherung, wobei Männer eher versichert sind als Frauen. Die größte BU-Dichte besteht in der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen (fast 23 Prozent).

Die Studie offenbart auch, dass die BU-Versicherung eine Besserverdiener-Absicherung ist, denn das durchschnittliche Monats-Nettoeinkommen der Haushalte, die eine BU-Absicherung haben, liegt über 3.000 Euro. Knapp die Hälfte verdient sogar mehr als 4.000 Euro netto im Monat.

Das Interesse an einer BU-Versicherung hat sich durch Corona noch weiter gesteigert. Laut einer Umfrage von Infas ist für 22 Prozent der Deutschen das Risiko, berufsunfähig zu werden, durch die Krise tatsächlich spürbarer geworden.

Die GIK-Studie zeigt, dass ein Drittel derjenigen, die sich für den Abschluss einer BU-Versicherung interessieren, die bisher unterproportional versicherten 20- bis 29-Jährigen sind. Aber auch in der Gruppe der 30- bis 39-Jährigen besteht weiterhin Bedarf: mit 23,2 Prozent zeichnen sie beinahe ein Viertel der Interessierten aus.