Mit dem neuen Jahr stehen auch einige gesetzliche Änderungen rund um das Thema Krankenversicherung an. Einige davon sind besonders für Sie als Vertriebspartner interessant! Erfahren Sie hier, was sich ändert.

Paritätische Finanzierung
  • Um Arbeitnehmer und Rentner zu entlasten, wird ab 1. Januar 2019 der von den Krankenkassen festzusetzende Zusatzbeitragssatz zu gleichen Teilen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern beziehungsweise Rentnern und der Rentenversicherung gezahlt. Der paritätisch finanzierte allgemeine Beitragssatz (14,6 Prozent) bleibt unverändert.
  • Für die Versicherten der HEK bedeutet dies eine Entlastung um 0,5 Prozentpunkte bei einem Zusatzbeitrag von derzeit 1,0 Prozent. In der Spitze kann dies 2019 bis zu 272 Euro Beitragsersparnis bringen (Beitragsbemessungsgrenze 2019: 54.450 Euro). Für Arbeitgeber steigen die Lohnnebenkosten entsprechend.
Mindestbeitrag für Kleinselbstständige mehr als halbiert
  • Hohe GKV-Beiträge überfordern Kleinselbstständige und Existenzgründer, die sich gesetzlich versichern wollen. Deshalb werden freiwillig Versicherte Selbstständige ab 2019 bei den Mindestbeiträgen den übrigen freiwillig Versicherten in der GKV gleichgestellt (einheitliche Mindestbemessungsgrundlage 2019 für freiwillig Versicherte und Selbstständige: 1.038,33 Euro). Damit verringert sich der Mindestbeitrag für hauptberuflich Selbstständige erheblich.

Aktuelle HEK-Beitragsübersicht für freiwillig Versichertee (PDF)

Entlastung bei Krankengeld oder Mutterschaftsgeld
  • Freiwillig Versicherte sind während des Bezugs von Krankengeld oder Mutterschaftsgeld von der Pflicht befreit, Mindestbeiträge zu zahlen. Beiträge werden während dieser Zeit nur auf tatsächlich bestehende beitragspflichtige Einnahmen erhoben.
Höhere Beiträge in der Pflegeversicherung
  • Parallel zur Beitragsentlastung in der Krankenversicherung steigen die Beiträge in der Pflegeversicherung. Zum 1. Januar 2019 hat der Gesetzgeber die Erhöhung des PV-Beitragssatzes um 0,5 Punkte auf 3,05 Prozent beschlossen. Beitragszahler ohne Kinder zahlen künftig 3,3 Prozent. Der Pflegebeitrag für Arbeitnehmer mit Kindern erhöht sich somit bei einem monatlichen Bruttolohn von 3.000 Euro um 7,50 Euro pro Monat.
Besserer GKV-Zugang für Soldaten nach Ende der Dienstzeit
  • Ab dem 01.01.2019 besteht für ab dem 31.12.2018 aus dem Dienstverhältnis ausgeschiedene Zeitsoldaten ein Zugangsrecht zur gesetzlichen Krankenversicherung. Voraussetzung ist, dass diese innerhalb von 3 Monaten nach dem Ende der Dienstzeit Ihren Beitritt als freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung erklären.
  • Eine Übergangsfrist gibt es für ehemalige Zeitsoldaten die in der Zeit vom 15.03.2012 bis 30.12.2018 aus dem Dienst ausgeschieden sind und am 01.01.2019. das 55. Lebensjahr vollendet haben.

Quelle: Deutsche Handwerks Zeitung online (28.12.2018)