Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2021 – Erhöhung der Grenzwerte

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Bild: wolfmen/Pixabay

Wie das Versicherungsjournal berichtet, liegt der Entwurf für die Sozialversicherungs-Grenzwerte für 2021 vor. Demnach steigen die Beitragsbemessungs-Grenzen (BBG) in der allgemeinen Rentenversicherung auf 85.200 Euro in den alten und 80.400 Euro in den neuen Bundesländern. Für die gesetzliche Krankenversicherung gilt dann eine BBG von 58.050 Euro, die Versicherungspflicht-Grenze steigt auf 64.350 Euro.

Zum 1. Januar werden laut dem Referentenentwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2021 die Grenzwerte erhöht.

Die Beträge wurden für das kommende entsprechend der Lohn- und Gehaltsentwicklung in 2019 im Vergleich zu 2018 angepasst. Demnach stiegen die Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer ohne Personen in Arbeitsgelegenheiten mit Entschädigung für Mehraufwendungen im Bundesgebiet um 2,94 Prozent und in den alten Bundesländern 2,85 Prozent.

Im Vorjahr betrugen die Steigerungen in den alten Bundesländern 3,06 Prozent und in den neuen 3,38 Prozent (VersicherungsJournal 9.9.2019).

Werte an die Lohnentwicklung angepasst

In 2021 steigt in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der gesetzlichen Pflegeversicherung die Beitragsbemessungs-Grenze (BBG) gegenüber 2020 (10.10.2019) um jährlich erneut 1.800 Euro auf 58.050 Euro.

Damit erhöht sich der Höchstbeitrag der GKV (einschließlich durchschnittlichem Zusatzbeitrag) um 23,55 Euro auf 759,49 Euro monatlich. Die Pflegeabsicherung wird maximal etwa fünf Euro teurer.

Die Versicherungspflicht-Grenze in der Kranken- und Pflegeversicherung wird um 1.800 Euro beziehungsweise 2,9 Prozent auf 64.350 Euro pro Jahr angehoben.

In der allgemeinen gesetzlichen Rentenversicherung erhöht sich die Beitragsbemessungs-Grenze in den westlichen Bundesländern um erneut 2.400 Euro auf 85.200 Euro und in Ostdeutschland um 3.000 (Vorjahr 3.600) Euro auf 80.400 Euro pro Jahr. Dem entsprechend steigt der Höchstbeitrag um 2,9 Prozent auf 1.283,40 Euro im Westen und um 3,9 Prozent auf 1.199,70 Euro in den neuen Bundesländern.

Tabelle: VersicherungsJournal.de

Der Entwurf der „Verordnung über maßgebende Rechengrößen der Sozialversicherung für 2021 (Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2021)“ wird erfahrungsgemäß im Oktober vom Bundeskabinett verabschiedet werden.

Anschließend muss noch der Bundesrat zustimmen.