So wird der Lebensstandard im Alter gesichert

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Bild: Hector Reyes/Unsplash, Richard Horvath/Unsplash, Richard Horvath/Unsplash

Wer im Ruhestand nur auf die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung setzt, muss laut einer aktuellen Studie auf mehr als die Hälfte seines letzten Bruttoeinkommens verzichten. Um den gewohnten Lebensstandard zu halten, reicht bereits eine Zusatzabsicherung in der zweiten Schicht.

Wer sich bei der Altersvorsorge auf die gesetzliche Rente verlässt, wird im Alter größere Abstriche bei seinem Lebensstandard machen müssen. Das ist das Fazit des „Vorsorgeatlas Deutschland 2021“ vom Investmentanbieter Union Investment und dem Forschungszentrum Generationenverträge der Universität Freiburg.

Verlassen sich die 36 Millionen gesetzlich Versicherten lediglich auf die staatliche Altersversorgung, erhalten sie laut der Studie nur 47 Prozent ihres letzten Bruttoeinkommens. Dies betrifft zurzeit knapp zwei Drittel der 20- bis 65-Jährigen, die nur über die erste Schicht vorsorgen. Um den gewohnten Lebensstandard aufrecht zu erhalten, wären aber mindestens 60 Prozent nötig, so die Studienautoren.

Die gute Nachricht: Mit Sparanstrengungen in der zweiten Schicht – also etwa mit einer Riester-Rente oder einer betrieblichen Altersvorsorge (bAV) – können die Menschen einen großen Teil ihrer Versorgungslücke schließen. Laut Studie wird im Zusammenspiel mit der ersten Schicht eine Ersatzquote von durchschnittlich 63 Prozent des letzten Bruttoeinkommens erreicht.

Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung: Insgesamt 42 Prozent der Riester-Berechtigten haben mittlerweile einen Vertrag und können damit ihre gesetzliche Rente im Durchschnitt um 14 Prozent des letzten Bruttoeinkommens aufstocken. Die bAV ist in der zweiten Schicht der Vorsorgeweg mit der zweithäufigsten Beteiligung. Rund 19 Prozent der 20- bis 65-Jährigen haben laut Studie hierüber Ansprüche und können damit 15 Prozent des letzten Bruttoeinkommens ersetzen.

Den kompletten „Vorsorgeatlas Deutschland 2021“ können Sie hier herunterladen.

Vorsorgeatlas 2021 (PDF)