Teure Bikes bei Langfingern immer beliebter: Jetzt die Fahrradversicherung überprüfen

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Bild: Lance Grandahl/Unsplash

In Deutschland wurden im vergangenen Jahr rund zehn Prozent weniger Fahrräder gestohlen als 2020. Allerdings ist die Schadensumme annähernd gleich hoch geblieben. Das zeigt, dass vor allem teure Bikes gestohlen werden. Es lohnt sich also, den Versicherungsschutz zu überprüfen.

Laut aktueller Kriminalstatistik war knapp die Hälfte der im vergangenen Jahr in Deutschland gestohlenen Räder nicht versichert. Zwar ist die Anzahl der Fahrraddiebstähle nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) im vergangenen Jahr auf ein Rekordtief gesunken. Insgesamt seien 125.000 versicherte Fahrräder gestohlen, rund 15.000 weniger als im Jahr zuvor, so der GDV.

Das war jedoch – so der Versicherungsverband – in erster Linie dem Pandemie-Effekt geschuldet, weil mehr Menschen von zu Hause aus gearbeitet haben, und es schlicht weniger Gelegenheiten für einen Fahrraddiebstahl gegeben hatte. Eine andere Statistik des GDV lässt aber aufhorchen: Trotz weniger Diebstähle blieb Schadensumme gegenüber 2020 mit 110 Millionen Euro etwa gleich hoch. Und der Schadendurchschnitt hat sich in den vergangenen zehn Jahren von 440 Euro auf 860 Euro nahezu verdoppelt – ein neuer Rekord.

Der Anstieg der Entschädigungsleistung zeigt, dass besonders teure Fahrräder gestohlen werden. Bei einem Diebstahl aus dem verschlossenen Abstellraum, Keller oder aus der Wohnung übernimmt die Hausratversicherung den Schaden. Erstattet wird der sogenannte Wiederbeschaffungswert – also wie viel ein neues gleichwertiges Rad kostet. Allerdings wird Höchstentschädigung in der Regel auf einen bestimmten Prozentsatz des gesamten versicherten Hausrates festgelegt.

Sprechen Sie ihre Kunden doch einmal auf ihr Fahrrad an, denn gerade für höherwertigere Räder und E-Bikes kann es sich lohnen, die Versicherungssumme zu erhöhen oder eine spezielle Fahrradversicherung abzuschließen.