Sind die Deutschen Versicherungsmuffel?

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Bild: ilya mondryk/Unsplash

Wie eine aktuelle Umfrage zeigt, schätzen viele Deutsche die Wichtigkeit bestimmter Versicherungen als zu gering ein. Die Absicherung existenzieller Risiken wird – teilweise aus Unkenntnis – oft vernachlässigt. Vermittler können hier wichtige Aufklärungsarbeit leisten.

Das Marktforschungsunternehmen YouGov hat in einer repräsentativen Umfrage die Deutschen gefragt, welche Versicherungen sie als besonders wichtig erachten. Die Antworten zeigen, dass die Deutschen entweder Versicherungsmuffel sind oder ihre persönlichen Risiken schlicht unterschätzen.

Beispiel Haftpflichtversicherung: Obwohl für einen verursachten Schaden an einem Dritten unbegrenzt mit dem gesamten eigenen Vermögen gehaftet werden muss, halten laut Umfrage nur 60 Prozent der Befragten eine Haftpflichtversicherung als „besonders wichtig“.

Erstaunlich auch die Meinung der Deutschen zum Thema Krankenversicherung. Trotz der bestehenden Versicherungspflicht finden nur 52 Prozent der Befragten, dass diese Absicherung – privat oder gesetzlich – besonders wichtig sei. Hier wird offensichtlich unterschätzt, dass eine schwere oder chronische Krankheit ohne Absicherung schnell den finanziellen Ruin bedeutet.

Auf Platz drei landete bei der YouGov-Umfrage die Hausratversicherung. Immerhin 49 Prozent der Deutschen erachten die Absicherung des eigenen Hab und Guts im Haushalt als besonders wichtig. Hier zeigt sich, dass den Menschen der Schutz des eigenen Besitzes wichtiger ist als die Absicherung vor existenziellen Gefahren. So halten nur 30 Prozent der Befragten eine BU-Versicherung als besonders wichtig. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass Vermittler hier noch erheblichen Aufklärungsarbeit leisten sollten.