Für 2020 rechnen wir mit einem Hin und Her zwischen Risikofreude und Risikoscheu („Risk-on/Risk-off“), wenn die Märkte schwaches Wirtschaftswachstum, niedrige Zinsen und erhöhte politische Unsicherheit einpreisen. In diesem Umfeld könnte es sich auszahlen, auf aktives Risikomanagement zu setzen (anstatt sich mit volatilen Indexrenditen zu begnügen) und einen Blick über den Benchmark-Tellerrand hinaus auf nachhaltige und themenbezogene Investments zu richten.

Das Wichtigste in Kürze
  • Stellen Sie sich darauf ein, dass die Märkte die Entwicklungen im US-Präsidentschaftswahlkampf, die Nachrichtenlage im US-chinesischen Handelskonflikt und die Liquiditätsflutung der Notenbanken mit ausgeprägten Schwankungen zwischen Risikofreude und Risikoscheu („Risk-on/Risk-off“) quittieren können; Risikomanagement ist Trumpf.
  • Störungen der Ölversorgung, Sorgen um die Sicherstellung der Nahrungsmittelversorgung sowie der zunehmende Wettbewerb zwischen den USA und China können zusätzliche Risiken für Portfolios darstellen.
  • Richten Sie Ihren Fokus auf die langfristige Nachhaltigkeit von Unternehmen, indem Sie ESG-Faktoren in Ihre Anlageentscheidungen einbeziehen.
  • Gehen Sie am hoch bewerteten US-Aktienmarkt umsichtig und selektiv vor; werfen Sie einen Blick auf unterbewertete europäische Aktien und Schwellenlandanleihen; mischen Sie Alternative Investments bei, deren Renditen weniger mit anderen Assetklassen korreliert sind; setzen Sie angesichts anhaltend niedriger Renditen die Jagd nach Einkommen fort.
  • Themeninvestments ermöglichen Zugang zu Investmentstories mit langfristigem Wachstumspotenzial (z. B. Künstliche Intelligenz) – sie können einen Beitrag zur Wertschöpfung leisten und die Werte und Interessen der Anleger im Portfolio abbilden.