Die aktuelle Situation an den Finanzmärkten führt u. a. zu einer stark erhöhten Belastung aus den Negativzinsen, die Banken für Kundeneinlagen bei der Europäischen Zentralbank (EZB) zahlen müssen. Mittlerweile geben immer mehr Banken den Negativzins an ihre Kunden weiter; das sogenannte Verwahrentgelt etabliert sich im Markt.

Auch die AAB muss auf die veränderten Rahmenbedingungen reagieren und wird daher künftig generell ein Verwahrentgelt für alle Einlagen von Bestands- und Neukunden über 100.000 EUR erheben.

Ab 01.08.2020 ergeben sich daraus folgende Neuerungen:
  • Verwahrentgelt von 0,5 % p. a. auf alle Einlagen über 100.000 EUR
  • Girokonto: Die bisherige Kontoführungsgebühr heißt künftig generell Verwahrentgelt. Die Höhe bleibt unverändert. Für Einlagen über dem Freibetrag von 100.000 EUR fällt zusätzlich das Verwahrentgelt von 0,5 % p. a. an.
  • Einlagen auf Service-Konten und Tagesgeldkonten bis zum Freibetrag von 100.000 EUR bleiben verwahrentgeltfrei.

Wichtig dabei ist: Das Verwahrentgelt von 0,5 % p. a. gilt nur für Anlagen über 100.000 EUR, d. h. es wird nur für über diesem Betrag liegende Einlagen berechnet und nicht für den gesamten Anlagebetrag. Bei einem Kontoguthaben von beispielsweise 120.000 EUR wäre dies 100 EUR Verwahrentgelt pro Jahr (0,5 % p. a. von 20.000 EUR).

Auf Festgeld-Konten und Strategie-Konten fällt weiterhin kein Verwahrentgelt an.

Wir werden unsere gemeinsamen Kunden ab 25.05.2020 mit einem Anschreiben ins elektronische Postfach informieren:

Die Anschreiben sind produktbezogen, das heißt ein Kunde mit z. B. einem Service-Konto, einem Tagesgeld und einem Girokonto bekommt pro Konto ein Anschreiben.

Bitte beachten Sie, dass wir das Verwahrentgelt bereits jetzt in unser Preis- und Leistungsverzeichnis und in die Entgeltinformationen aufnehmen, damit Neukunden, die noch vor dem 01.08.2020 ein Depot eröffnen, nicht nochmals gesondert informiert werden müssen.

Verwahrentgelt als Vertriebschance!

Durch den Freibetrag von 100.000 EUR wird die Mehrzahl Ihrer Kunden auch zukünftig nicht mit einem Verwahrentgelt belastet.

Bei den betroffenen vermögenderen Kunden erhöht sich durch die Belastung des Verwahrentgelts zukünftig ggf. der Handlungsdruck und bietet Ihnen damit zusätzliche Chancen/Argumente für alternative Anlagemöglichkeiten insbesondere im Wertpapierbereich.

Unser Leistungsspektrum im Wertpapierdepot bietet dazu ideale Möglichkeiten; neben nahezu allen Wertpapieren ist u. a. auch die Verwahrung von physischem Gold im Depot möglich.