Gerne möchten wir Sie heute über den aktuellen Stand des Projektes informieren und in diesem Zusammenhang auf einige wichtige Punkte hinweisen.

Kundeninformation

Das für den 07.05.2021 geplante 2. Kundenanschreiben wird vorerst nicht versendet. Ebase und AAB prüfen derzeit das aktuelle BGH-Urteil zum sogenannten AGB-Modell im Hinblick auf die Ausgestaltung der geplanten Migration. Wir kommen dazu wieder auf Sie zu.

Neuanträge Lombardkredit ab sofort nicht mehr möglich

Aufgrund des laufenden Migrationsprojektes können wir ab sofort keine neuen Lombardkredite mehr vergeben. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Bei uns in Anspruch genommene Lombard-Kreditlinien werden zum 01.08.2021 in Höhe der Inanspruchnahme, gerundet auf volle Hunderter, von ebase übernommen. Nicht in Anspruch genommene Kreditlinien werden von uns zum 31.07.2021 gelöscht. Bei ebase kann jederzeit ein neuer Wertpapierkredit beantragt werden.

Produktwechsel ab sofort nicht mehr möglich

Aufgrund der bevorstehenden Migration der Konten und Depots können wir ab sofort keine Aufträge für Produktwechsel mehr akzeptieren. Hintergrund ist, dass Kunden im Neugeschäft bereits heute die neuen Bedingungen der ebase ausgehändigt werden müssen. Bei einem formlosen Produktwechsel wäre dies nicht gewährleistet. Möchte der Kunde dennoch von einem Produkt in ein anderes wechseln, ist dies nur mit einer Kontoschließung und Neueröffnung mit unterschriebenem Antrag möglich.

Folgende Formulare sind somit ab sofort nicht mehr gültig:

  • Auftrag zur Konto-/Depotumwandlung für Service-Konten
  • Antrag zur Umwandlung eines Strategie-Kontos inkl. Wertpapierdepot in ein Service-Konto inkl. Wertpapierdepot
Depotüberträge: teilweise lange Bearbeitungsdauer

In den kommenden Monaten rechnen wir mit einer erhöhten Anzahl an Depotüberträgen, die erfahrungsgemäß bei Migrationen dieser Größenordnung auftreten. Wir haben deshalb unsere Personalressourcen in den betroffenen Abteilungen entsprechend aufgestockt. Doch auch wenn der Übertrag bei uns zeitnah bearbeitet wird, kann der Prozess mehrere Wochen dauern, insbesondere bei Investmentfonds.

Grund dafür sind analoge Bearbeitungsprozesse sowohl bei inländischen als auch bei ausländischen Lagerstellen. Oft sind auch mehrere Lagerstellen in den Übertragungsprozess eingebunden. Leider ist eine Optimierung dieses Prozesses weder von Seiten der Banken noch der KVGen möglich.

Nach erfolgter Ausbuchung bei der AAB müssen Sie/Ihre Kunden mit folgender Bearbeitungszeit bei den Lagerstellen/der aufnehmenden Bank rechnen, bis die Papiere für den Kunden im neuen Depot sicht- und handelbar sind:

  • klassische Investmentfonds: je nach Lagerstelle 2 bis 6 Wochen
  • ETF/Aktien/Renten: innerhalb der nächsten 24 Stunden
Tipp für Investmentfonds

Prüfen Sie gerade bei Aktienfonds die Option eines Verkaufs bei der AAB mit anschließendem Neukauf bei der neuen Verwahrstelle. Vorteil: Das Risiko von Marktschwankungen, auf die während des Bearbeitungsprozesses nicht reagiert werden kann, wird ausgeschlossen. Gegebenenfalls kann auch ein vorhandener Freistellungsauftrag/Verlustverrechnungstopf für etwaige Kursgewinne genutzt werden.

Beachten Sie bitte außerdem folgende Besonderheiten:

  • Bruchstücke: Es können nur ganze Stücke übertragen werden. Vor Übertragung der ganzen Stücke werden daher zunächst die Bruchstücke verkauft.
  • Offene Immobilienfonds: Eine Übertragung ist aktuell nur möglich, wenn diese nicht gekündigt sind. Im Interesse des Kunden sind Kündigungen daher bis nach der Migration zur ebase zu verschieben.
  • Dimensional-Fonds: Eine Bearbeitung erfolgt bei der zuständigen Lagerstelle nur sporadisch, somit kann es zu zusätzlichen Verzögerungen kommen.

Anzeige im Augsburger Partner-Portal (APP) / im Online-Banking des Kunden

  • Sobald wir den Übertrag bearbeiten, werden die zu übertragenden Positionen gesperrt und intern umgebucht. Die Depotposition im Depotbestand wird mit dem Hinweis „Sachdepotsperre“ versehen. Ein Handel ist dann nicht mehr möglich.
    In den Depotumsätzen ist der Vorgang durch „Umbuchung Ausgang“ und „Umbuchung Eingang“ der ganzen Stücke nachzuvollziehen.
  • Der finale Übertrag der ganzen Stücke ist am Folgetag in den Depotumsätzen ersichtlich mit der Buchung „Übertrag Ausgang“. Der Kunde erhält einen entsprechenden Ausbuchungsbeleg in sein ePostfach eingestellt, parallel dazu stellen wir diesen Ausbuchungsbeleg in Ihrer Dokumentensuche im APP zur Verfügung.
  • Über die Bruchstücke wird eine Verkaufsorder platziert.
    Zwischen Ordererfassung und endgültiger Gutschrift des Verkaufserlöses auf dem Service-Konto ist der Verkauf im Orderbuch sowie durch den Hinweis „offene Verkaufsorder über den Gesamtbestand“ im Depotbestand erkennbar.
    Der Beleg zum Bruchstückverkauf wird im ePostfach des Kunden bzw. in der Dokumentensuche im APP bereitgestellt.
Neuanlage von Gattungen ab sofort nicht mehr möglich

Aufgrund der anstehenden Migration gibt es Einschränkungen bei der Aufsetzung und Änderung von Gattungsdaten:

Ab sofort können keine Fonds mehr angelegt werden, die nicht im System der ebase umsetzbar sind (z. B. Fonds mit Rücknahmegebühren, Fonds mit Zeichnungsphase und Fonds mit nur 1-tägiger Valuta).

Außerdem können keine neuen ETF-Sparplangattungen mehr aufgenommen werden, da die bestehenden bereits zur Migration gemeldet wurden und bei der ebase vorbereitet werden.

Ab 01.06.2021 gelten folgende Einschränkungen:

  • Gattungen werden parallel bei der ebase angefragt und dort mit aufgesetzt. Nur wenn die Gattung sicher bei der ebase aufgesetzt werden kann, wird die Gattung auch bei der AAB aufgesetzt. Der Zeitraum für eine Gattungsanlage verlängert sich dabei um mindestens eine Woche.
  • Sparpläne werden bei Fusionen gelöscht und nicht mehr automatisch auf die neue Gattung übertragen. Der Kunde erhält dazu eine entsprechende Information.
  • Fonds aus einem Depotübertrag, die nicht bei der AAB aufgesetzt sind, werden nicht mehr angenommen.

Ab 01.07.2021 gelten weitere Einschränkungen:
Es werden keine neuen Fondsgattungen mehr angelegt. Ausnahmen sind für Allokationen dringend benötigte Gattungen. Auch hier gilt, dass die Gattungsanlagen entsprechend länger dauern werden, da ebase die Gattungen einzeln prüfen und bei sich aufsetzen muss.

Die Einschränkungen sind leider notwendig, da ansonsten Gattungen erworben würden, die nicht zur ebase übertragen werden können.

Augsburger Partner-Portal: Formularcenter und B2B-Info-Seite nicht mehr verfügbar

Aufgrund der bevorstehenden Migration des Wertpapiergeschäftes zur ebase ist es uns aus organisatorischen und technischen Gründen leider nicht möglich, die beiden Services im Augsburger Partner-Portal weiterhin anzubieten. Wir werden diese voraussichtlich ab 21.05.2021 deaktivieren.

Selbstverständlich finden Sie die Formulare weiterhin in Ihren bekannten Formularpaketen. Sollten Sie eine ältere B2B-Info benötigen, können Sie jederzeit bei uns anfragen.

Ex-post-Kosten- und Zuwendungsinformation 2021

Die AAB erstellt die Ex-post-Kosten- und Zuwendungsinformation (KuZ) für 2021 anteilig für den Zeitraum 01.01.-31.07. Die Erstellung ist für Mitte Oktober 2021 geplant.

Allen Kunden, die zur ebase migriert wurden, wird ebase die von der AAB erstellte KuZ in das ebase-ePostfach einstellen. Diejenigen Kunden, die bereits im ersten Halbjahr gekündigt haben und somit nicht zur ebase migriert werden, erhalten die Unterlagen von der AAB per Post.

Wir halten Sie auf dem Laufenden

Trotz bevorstehender Migration geht der Geschäftsbetrieb bei der AAB natürlich wie gewohnt weiter. Ende Juni werden wir Sie in dann einer weiteren B2B-Info rund um das Thema „Frozen Zone“ informieren.