HTB löst Einzelobjektfonds auf: Anleger erhalten rund 185 Prozent nach sechs Jahren

Das Bremer Fondshaus HTB hat den ersten Einzelobjektfonds der Produktreihe „Strategische Handelsimmobilie Plus“ (SHP) aufgelöst. Aus dem Verkaufserlös erhielten die Gesellschafter eine Auszahlung von 130 Prozent. Nach Ablauf der an den Käufer gewährten Garantien und der daraus freiwerdenden Liquidität prognostiziert die Fondsgeschäftsführung einen Gesamtmittelrückfluss von über 185 Prozent vor Steuern bei einer nicht einmal sechsjährigen Haltedauer. „Damit ist unser Konzept voll aufgegangen: Zeitgemäße Bestandsimmobilie, plus beste strategische Lage, plus bonitätsstarker Ankermieter, gleich ertragreiches Investment“, so René Trost, der für das Portfolio-Management verantwortliche HTB-Geschäftsführer.

Mit der SHP-Reihe hat HTB insbesondere Privatanlegern die Möglichkeit geboten, sich an einzelnen renditestarken Handelsimmobilien zu beteiligen. Investitionsobjekt des im Jahr 2013 aufgelegten Fonds war eine Bestandsimmobilie in Ettlingen, ein SB-Warenhaus in der Technologie-Region Karlsruhe.

„Für diese langfristig an einen bonitätsstarken Mieter vermietete Einzelhandelsimmobilie in innerstädtischer Lage hatten wir ein so attraktives Kaufangebot, dass wir den Fonds etwas früher als geplant aufgelöst haben“, sagte Trost.

Die HTB-Strategie profitiert von der Baunutzungsverordnung. Sie reglementiert die Errichtung großflächiger Einzelhandelsflächen. Neubauten in lukrativen Lagen werden daher nur sehr selten genehmigt, so das Unternehmen. Etablierte Einzelhandelsflächen sind so vor der Ansiedlung von Wettbewerbern geschützt. Daher zeichneten sich diese Immobilien durch eine besonders hohe Standorttreue der Mieter aus.

HTB wird auch künftig neben seinen Zweitmarktfonds weitere Einzelobjektfonds konzipieren. Im Jahr 2019 wurde bereits ein nach §§ 6b/6c Einkommensteuergesetz steuerlich orientierter Fonds aufgelegt. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde dieser bereits nach vier Wochen geschlossen. Aktuell arbeitet HTB an weiteren steuerlich orientierten Objektfonds.

Quelle: Pressemitteilung HTB

Die Bremer HTB Gruppe ist ein auf Immobilieninvestments, das Asset Management sowie auf Service-KVG Dienstleistungen spezialisiertes Unternehmen. Es wurde im Jahr 1987 als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft HTB Hanseatische Treuhand und Beratungsgesellschaft mbH gegründet. Bis heute hat die HTB Gruppe über 20 Fonds mit einem Volumen von mehr als 300 Millionen Euro platziert.

www.htb-fondshaus.de

Scope vergibt vorläufiges Rating für „Project Metropolen 18“

Die Ratingagentur Scope hat den geschlossenen AIF „Project Metropolen 18“ mit dem vorläufigen (preliminary) Rating von „a- (AIF)“ bewertet (auf einer Skala von aaa bis d). Das bedeutet: Auf Basis von quantitativen und qualitativen Faktoren kann eine gute risikoadjustierte Rendite erwartet werden. Das Initial Rating wird erteilt, sobald der AIF mehr als 50 Prozent investiert ist.

Über den Publikums-AIF „Project Metropolen 18“ können sich die Anleger ab einer Mindestzeichnungssumme von 10.000 Euro zuzüglich Agio an Immobilienprojektentwicklungen mit wohnwirtschaftlichem Fokus beteiligen. Hierfür wird der AIF mittelbar zusammen mit anderen Investmentgesellschaften der Project-Gruppe in diverse Immobilienprojektgesellschaften investieren. Der Fonds ist als Blind Pool konzipiert. Gemäß den Anlagebedingungen liegt der Investitionsfokus in Deutschland.

Da der Fonds den Grundsatz der Risikomischung einhalten muss, sollen mindestens zehn verschiedene Immobilienentwicklungen in mindestens drei verschiedenen Metropolregionen angebunden werden. Zum 10. April 2019 sind für den Fonds bereits 20 verschiedene Projektentwicklungen mit einem Gesamtprojektvolumen von 517 Millionen Euro identifiziert worden. Die maximale Beteiligungshöhe der Fondsgesellschaft an diesen Projektentwicklungen liegt dabei bei 70,1 Millionen Euro. Dieses Portfolio bildet neben dem Vertragswerk, den zusätzlichen Informationen der Gesellschaft und dem vorliegenden Asset Management Rating die Bewertungsgrundlage des vorläufigen Ratings. Die Investitionsstrategie sieht vor, die verfügbare Liquidität und die Veräußerungsgewinne erneut in Immobilienentwicklungen zu reinvestieren. Somit liegt ein Reinvestitionsrisiko bei diesem Fonds vor.

Laut Ratingmitteilung wurde das Rating positiv beeinflusst durch:

  • Sehr erfahrener, stark expandierender Anbieter mit Fokus auf Projektentwicklungen in deutschen Metropolregionen und Wien
  • Bisher ausschließlich positive Exitrenditen auf Ebene der Projektentwicklungen in einem positiven Marktumfeld
  • Sehr guter Marktzugang und breites Netzwerk des Asset Managers
  • Keine Fremdkapitalaufnahme geplant
  • Kein Währungsrisiko, da ausschließlich Euro-Investments und eine währungskongruente Finanzierung angestrebt sind
  • Breite regionale Diversifikation angestrebt

Als Risikotreiber hat Scope vor allem identifiziert:

  • Anhaltend hohe Konkurrenz bei Immobilienprojektentwicklungen besonders im Wohnbereich bei weiter steigenden Grundstücks- und Baupreisen
  • Durch das vorliegende Reinvestitionsrisiko Herausforderung in schlechterem Marktumfeld die Renditeprognosen aufrechtzuerhalten
  • Mögliche Reduktion der Rendite aufgrund einer denkbaren konjunkturellen Abschwächung und/oder politischer Eingriffe in den Wohnungsmarkt
  • Bisher noch begrenzter Track Record im Bereich Projektentwicklungen von Gewerbeimmobilien, die beigemischt werden sollen

Für die Project Investment Gruppe wurde von Scope am 27. Mai 2019 eine Aktualisierung des Asset-Management-Ratings veröffentlicht. Scope bestätigt dabei das Rating bei „AA- (AMR)“ und damit eine weiterhin sehr hohe Qualität und Kompetenz im Asset Management.

Quelle: Ratingmitteilung Scope

Die 2002 gegründete Scope-Unternehmensgruppe ist eine bankenunabhängige Ratingagentur mit Sitz in Berlin. Sie ist auf die Bewertung von Unternehmen, Anleihen, Fonds und Zertifikaten spezialisiert und beschäftigt rund 200 Mitarbeiter in Berlin, Frankfurt am Main, London, Madrid, Mailand, Oslo und Paris.

www.scopegroup.com

KGAL beendet geschlossenen Österreich-Immobilienfonds

Der Immobilienfonds „KGAL KETA Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG“ des Investment- und Asset-Managers KGAL hat nach einer geplanten Haltedauer von 15 Jahren die zwei Bürogebäude in Wien verkauft. Die Fondsanleger erhalten voraussichtlich eine Gesamtausschüttung von rund 140 Prozent ihrer Anlagesumme.

Die Anleger hatten sich zu einem Verkauf der Fondsimmobilien im Rahmen eines Bieterverfahrens entschieden. Die EHL-Gruppe, ein etablierter unabhängiger Makler Österreichs, hat den Verkaufsprozess strukturiert und die Käufer vermittelt. 

Quelle: Pressemitteilung KGAL-Gruppe

Die KGAL-Gruppe ist ein weltweit tätiger Investment- und Asset Manager mit einem Investitionsvolumen von rund 20,5 Milliarden Euro. Der Schwerpunkt der Investments liegt auf langfristigen Realkapitalanlagen für institutionelle Investoren in den Assetklassen Immobilien, Infrastruktur und Flugzeuge. Die europaweit tätige Gruppe mit Sitz in Grünwald bei München beschäftigt 355 Mitarbeiter. (Stand 31.Dezember 2018).

www.kgal.de

Studie zum Logistikimmobilienmarkt: E-Commerce steigert Logistikinvestitionen

Immobilienfonds, die in verschiedenen Teilen der Logistikbranche investiert haben, sehen die Aussichten für 2019 und 2020 angesichts des anhaltenden Wachstums des E-Commerce und seiner Auswirkungen bei der Neugestaltung des Einzelhandels positiv, so eine Umfrage der Ratingagentur Scope. Dazu hat Scope 19 Fonds gebeten, ihre aktuelle und zukünftige Situation in den verschiedenen Segmenten der Logistikbranche, in der sie tätig sind, zu bewerten.

Während alle 19 die Situation für 2019 und 2020 sehr positiv bewerteten, zeigten sich die in der Projektentwicklung (90 Prozent bewerteten ihre Position als „gut“ oder „sehr gut“) sowie in den Bereichen geschlossene Spezial-AIF und Schuldtitel (je 80 Prozent) am optimistischsten. Hintergrund: Die 19 Befragten bieten verschiedene Anlagelösungen wie Spezial-AIF oder Publikumsfonds an, die über verschiedene Nutzungsarten verteilt sind. Fast die Hälfte der Befragten bietet den Investoren auch über Schuldtitel ein Engagement in Logistikimmobilien an. Darüber hinaus sind rund 40 Prozent der Befragten in der Projektentwicklung tätig.

Deutschland ist laut Umfrage der attraktivste Logistikstandort für Investoren in Europa. Von den Befragten bewerten 95 Prozent Deutschland als attraktiven oder sehr attraktiven Standort. In Bezug auf die Art der Logistikimmobilie sind Logistikzentren in städtischen Gebieten bei Anbietern sehr beliebt. Fast 90 Prozent der Anbieter bewerteten sie als die interessantesten, gefolgt von innerstädtischen Logistikimmobilien (53 Prozent) und internationalen Logistikzentren (47 Prozent).

Rund drei Viertel der Befragten sehen in wirtschaftlichen Fragen das größte Risiko für Logistikinvestitionen. Andererseits stellt der Standort derzeit nur für rund ein Drittel der Befragten ein großes Risiko dar.

Auf den ersten Blick fällt auf, so Scope, dass trotz der Euphorie rund um das Thema Logistikimmobilien „nur“ 58 Prozent der Befragten in den nächsten drei Jahren Mietsteigerungen erwarten, während 42 Prozent dagegen eine Stagnation der Preise erwarten. Eine Erklärung sei Scope zufolge, dass Mieterhöhungen vor allem in guten Lagen stattfinden werden. Dies sind vor allem Logistikzentren in den Metropolen. Sie stellen jedoch nur einen Teil des Logistikimmobilienmarktes dar. Für andere Segmente und Standorte – insbesondere Logistikzentren im ländlichen Raum – seien die Aussichten auf höhere Mieten weniger gut.