Mehr Alltagsschutz, weniger Vorsorge fürs Alter

So versichern sich die Deutschen

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Bild generiert durch Google Gemini (KI)

Die Menschen in Deutschland sichern Alltagsrisiken breiter ab als noch vor wenigen Jahren. Das zeigt eine neue Auswertung des Gesamtverbands der Versicherer (GDV) auf Basis der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) des Statistischen Bundesamts, die alle fünf Jahre erhoben wird.

Danach erreicht die private Haftpflichtversicherung mit 90 % den höchsten Wert unter den freiwilligen Versicherungen. Auch Kfz-Versicherungen (81,2 %) und Hausratversicherungen (78 %) sind in Deutschland sehr weit verbreitet.

Auffällig ist die Entwicklung bei jüngeren Haushalten, so der GDV: In dieser Gruppe verzeichnet die private Haftpflichtversicherung ein spürbares Plus und etabliert sich weiter als selbstverständlicher Bestandteil der finanziellen Absicherung. Das zeigt, dass grundlegender Versicherungsschutz zunehmend früh im Leben aufgebaut wird.

Auch Rechtsschutzversicherungen gewinnen an Bedeutung, mittlerweile ist fast jeder zweite Haushalt entsprechend abgesichert. Insgesamt deutet die Entwicklung darauf hin, dass das Sicherheitsbedürfnis in unsicheren Zeiten steigt. Risiken werden zunehmend ernst genommen, eine breitere Basisabsicherung wird zur Selbstverständlichkeit, kommentiert der GDV die Entwicklung.

Altersvorsorge bleibt eine Herausforderung

Während sich die Absicherung kurzfristiger Risiken robust entwickelt, zeigt sich bei der Altersvorsorge ein gegenläufiger Trend. Besonders kapitalbildende Lebensversicherungen verlieren an Bedeutung, ihr Anteil ist von rund 32 % im Jahr 2018 auf aktuell unter 28 % gesunken. Auch staatlich geförderte Produkte der privaten Altersvorsorge sind leicht rückläufig: Riester- und Basis-Rentenversicherungen liegen bei 27 %, im Vergleich zu 28 % fünf Jahre zuvor.

Zur GDV-Auswertung mit repräsentativen Umfragedaten