Die Allianz hatte unlängst über das Angebot des psychologischen Coachings informiert. Aufgrund der großen positiven Resonanz stellt Ihnen die Allianz heute ein Praxisbeispiel vor.

Herr D. wandte sich sechs Monate nach der Geburt seines ersten Kindes an das psychologische Coaching. Nach Jahren der Selbstständigkeit im Social-Media-Bereich und dem Wechsel in ein Angestelltenverhältnis bei einer Sportfirma musste er sich nicht nur beruflich, sondern auch privat völlig neu orientieren. Die Umstellung auf das Familienleben fiel ihm schwer. Er spürte wenig Verbindung zu seinem Kind, fühlte sich von den Bedürfnissen seiner Frau und des Babys häufig überfordert und reagierte zunehmend gereizt. In seinem Alltag hatte er das Gefühl, kaum noch Raum für sich selbst zu haben – seine eigenen Bedürfnisse traten immer weiter in den Hintergrund.

Im Mittelpunkt der Gespräche stand daher eine zentrale Frage: Wie kann Herr D. seine eigenen Bedürfnisse wieder wahrnehmen und gleichzeitig ein erfülltes Familienleben gestalten? Gemeinsam machten man sich auf die Suche nach Antworten und entwickelten Schritt für Schritt passende Lösungsansätze.

Ein wichtiger erster Impuls war, den Blick bewusst auf die positiven Aspekte zu lenken. Herr D. konnte benennen, dass es ihm durchaus Freude bereitet, sein Kind beim Lernen neuer Dinge zu beobachten oder sein Lachen zu hören. Aus dieser Erkenntnis entstand die Idee, gezielt solche Momente zu schaffen, etwa durch spielerische Interaktion, kleine Rituale oder bewusst alberne Grimassen, die sein Kind zum Lachen bringen.

Auch die Partnerschaft rückte in den Fokus. Herr D. stellte fest, dass ihm gemeinsame sportliche Aktivitäten mit seiner Frau guttun. Da längere Sporteinheiten im Alltag mit Baby kaum realisierbar waren, wurde nach familienfreundlichen Alternativen gesucht. Daraus entwickelte sich die Idee eines festen Familienlauftags: Gemeinsam joggen gehen, das Kind im Kinderwagen dabei, und im Anschluss bewusst Zeit für ein Getränk oder ein Gespräch einplanen, während das Baby schläft. Ergänzend wurden feste Kochabende angeregt, um die Paarbeziehung wieder mehr Raum und Verbindlichkeit zu geben.

Ein weiterer zentraler Baustein war die bewusste Auseinandersetzung mit den eigenen Bedürfnissen von Herrn D.. Er brachte klar zum Ausdruck, dass er regelmäßig Zeit für sich allein braucht. Gemeinsam wurde erarbeitet, dass ein Abend pro Woche für ihn ein realistisches Minimum darstellt, und dass sich dies mit klarer Kommunikation innerhalb der Familie umsetzen lässt.

Abschließend lag der Fokus darauf, mehr Struktur und Entlastung in den Familienalltag zu bringen. Als konkrete Unterstützung wurde die Einführung eines gemeinsamen Familienkalenders vorgeschlagen. Dieser schafft Transparenz über Termine, Betreuungszeiten und Verpflichtungen und ermöglicht beiden Elternteilen, bewusst Zeiten für eigene Aktivitäten und Erholung einzuplanen. So entstanden klare Strukturen, die nicht einengen, sondern Freiräume schaffen und Entlastung im Alltag bieten.

Dieser Fall skizziert sehr eindrucksvoll welchen Mehrwert das kostenfreie psychologische Coaching der Allianz für die betroffenen Personen bringen kann und welche innere Balance damit einhergeht.