
Reiseversicherungen gehören zu den Themen, die viele erst kurz vor der Abreise bedenken. Dabei hat sich gerade in den letzten Jahren gezeigt, dass ein gezielter Versicherungsschutz entscheidend sein kann, um finanzielle Risiken zu minimieren. Doch nicht jede Police ist sinnvoll, und auch die richtige Wahl, bei wem man die Versicherung abschließt, kann Geld sparen.
An erster Stelle steht die Auslandskrankenversicherung. Sie gilt als unverzichtbar, da gesetzliche Krankenkassen im Ausland nur eingeschränkt leisten oder Kosten gar nicht übernehmen. Sie übernimmt die Kosten für eine Heilbehandlung im Ausland und für einen medizinisch notwendigen Rücktransport.
Chronisch kranke Menschen sollten bei Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung vor Reisebeginn die eigene Reisetauglichkeit attestieren zu lassen. Denn eine „Reise-Unbedenklichkeitsbescheinigung“ vom Arzt kann helfen, im Leistungsfall die eigene Reisetauglichkeit nachzuweisen und den Versicherungsschutz zu sichern.
Ebenfalls wichtig, aber situationsabhängig, ist die Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherung. Sie greift, wenn eine Reise unerwartet nicht angetreten oder vorzeitig beendet werden muss, etwa aufgrund von Krankheit oder familiären Notfällen. Gerade bei teuren Fernreisen oder Familienurlauben kann sie sinnvoll sein, da Stornokosten schnell mehrere tausend Euro betragen können.
Zusatzversicherungen bringen meist wenig
Deutlich kritischer werden hingegen Zusatzversicherungen wie die Reisegepäckversicherung bewertet. Ihr Nutzen ist begrenzt, da viele Schäden bereits durch andere Versicherungen – etwa die Hausratversicherung oder Haftungsregelungen von Airlines – abgedeckt sind. Auch pauschale Rundum-sorglos-Pakete, die man oft direkt bei Reiseveranstaltern oder Fluggesellschaften abschließen kann, sind zwar bequem, enthalten aber häufig standardisierte Pakete mit unnötigen Zusatzleistungen, die man mitbezahlt, ohne sie zu brauchen.
Grundsätzlich sollten Kunden auf etablierte Versicherungsunternehmen oder auf den persönlichen Kontakt zu professionellen Vermittlern zurückgreifen, die transparente Bedingungen und einen guten Kundenservice bieten. Vergleichsportale können zwar eine erste Orientierung liefern, ersetzen aber keine individuelle Prüfung der Vertragsdetails durch einen Experten.













