KI – Gefahr und Chance zugleich

Berater setzen auf Wachstum

Künstliche Intelligenz und volatile Märkte verändern die Finanzberatung grundlegend. Dennoch blicken Berater optimistisch nach vorn, wie eine weltweite Studie zeigt.

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Persönliche Beratung bleibt gefragt: KI unterstützt Finanzberater zunehmend bei Analyse, Kommunikation und Kundenbetreuung. (Bild generiert durch Google Gemini)

Geopolitische Unsicherheiten, volatile Märkte und der technologische Wandel bremsen den Optimismus der Finanzberater kaum. Das zeigt die Umfrage „Finance Adviser’s Survey 2026“ von Natixis Investment Managers. Demnach rechnen die weltweit befragten Berater im Schnitt mit einem Vermögenswachstum von 11,9 % in den kommenden zwölf Monaten und sogar mit 12,8 % pro Jahr über die nächsten drei Jahre.

Als größte Herausforderung gilt jedoch nicht der Wettbewerb unter Beratern, sondern der technologische Wandel: 43 % sehen KI-gestützte Selbstanlagelösungen als stärksten Konkurrenten der kommenden fünf Jahre. Gleichzeitig bleibt der Faktor Mensch zentral. Die größte Gefahr für Anleger sei emotionales Handeln in volatilen Marktphasen – 58 % der Berater nennen impulsive Reaktionen auf Schlagzeilen als häufigsten Anlagefehler ihrer Kunden.

Aber KI kann auch ein Wachstumsmotor für Berater sein. 80 % der Befragten gehen davon aus, dass diejenigen, die KI einsetzen, einen Wettbewerbsvorteil aufweisen werden. Immerhin 71 % geben an, KI bereits zu nutzen, um dadurch mehr Zeit für die direkte Kundenbetreuung zu haben. 61 % setzen KI ein, um E-Mails zu verfassen, Besprechungsnotizen zu erstellen oder edukative Materialien zu verschicken.